Die 4 größten Hürden bei der Veränderung von Gewohnheiten

2 Monate sind vergangen, seit ich operiert wurde. In den Genesungswochen, in denen ich liegen musste, hatte ich Zeit nachzudenken. Darüber, wie es in meinem Leben läuft, wie es weiter gehen soll. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich noch mehr für meine Gesundheit tun möchte. Ich habe überlegt, was ich verändern möchte, wie ich es angehen möchte und einen Plan erstellt. Wenn es an die Umsetzung der Veränderung geht, darf ich mich wie viele andere auch mit meinem inneren Energiesparer/aka. Schweinehund auseinander setzen. Mehr dazu unten mehr.

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Hürden überwinden

Es gibt Veränderungen, die man selbst möchte und solche, die uns den Boden unter den Füssen wegziehen. Die uns zunächst hilflos, verloren und ohnmächtig machen. Ich habe schon einige einschneidende Veränderungen erlebt. Von der Diagnose Alzheimer bei meiner Mutter, dem Tod meiner beiden Eltern bis zur Auswanderung auf einen anderen Kontinent und verschiedene Diagnosen bei mir oder meinen Kindern. 

Mit großen einschüchternden Veränderungen müssen wir nicht allein sein. Wenn es einen medizinischen Auslöser gibt, bringt uns das oft zum Nachdenken. Wir erkennen vielleicht, dass unsere Gesundheit wichtig und nicht garantiert ist. Wir möchten der Gesundheit mehr Priorität einräumen, so wie es mir aktuell geht. Manchmal wissen wir was zu tun ist, aber nicht wie wir es umsetzen sollen und manchmal wissen wir nicht wie wir es überhaupt angehen sollen, besonders, wenn es um tiefgreifende Änderungen in unserem Lebensstil geht. 

Als Präventologin bin ich bei gesundheitlichen Umstellungen die richtige Ansprechpartnerin. Prävention heißt zwar in der ersten Stufe medizinischen Problemen vorbeugen, so dass diese nicht auftreten, aber ein wichtiges Element der Prävention ist auch eine Verschlimmerung des Zustandes zu vermeiden, wenn es schon ein medizinisches Problem gibt. Meine Aufgabe als Berater für Gesundheit und mentales Wohlbefinden sehe ich darin, Menschen zu helfen, mit den Veränderungen oder Einschränkungen trotz und mit Diagnosen ein gutes Leben zu führen, das heißt bei nötigen Änderungen des Lebensstils zu begleiten und bei der Umsetzung zu unterstützen. 

Damit kann ich Menschen helfen, zusätzlichen Belastungen durch weitere Erkrankungen, oder psychischen Belastungen durch Überforderung mit der Situation vorzubeugen.

Ich unterstütze bei der Formulierung eines Gesundheitsziels und dabei eine aktive Rolle in der Gestaltung der eigenen Gesundheit anzunehmen. Mit dem Willen zur Veränderung und der richtigen Strategie, kann ein Neuanfang gelingen, und selbst mit einer chronischen Krankheit wie Diabetes, Arthrose oder Herzkreislauferkrankung ist es möglich das Leben zu genießen und zu lernen sich wohl zu fühlen. Wir müssen nur lernen mit den neuen Gegebenheiten umzugehen.

Stellen Sie sich vor, sie konnten bisher mit ihrem Auto gut fahren, aber nun bekommen Sie ein völlig neues Modell. Sie wissen noch nicht, was das neue Modell kann, wo Sie vorsichtig sein müssen, welche Schwachstellen es hat und wo seine Stärken liegen. Das herauszufinden dauert eine Weile, aber mit Geduld und Übung sind die Handgriffe bald wieder vertraut und automatisch. 

Kürzlich bekam ich ein Leihauto und ich musste mich erst wieder darauf einstellen, dass sich Automatik anders fährt. Ich musste mich mit der richtigen Sitzeinstellung beschäftigen einem anderen Radiomenü anfreunden, die Einstellung für die Heizung erst suchen, und die anderen Abmessungen des Autos beim Fahren berücksichtigen. Die ersten 2 Tage fühlten sich irgendwie falsch an, aber dann wurde es mit jedem Tag besser. Nach 2 Wochen hatte ich mich schon eingewöhnt. 

Das dauert bei einer gesundheitlich notwendigen Veränderung erfahrungsgemäß deutlich länger, aber letztlich möchten wir auch mit den Beratungsterminen genau das erreichen: eigene Kompetenz für die eigene Gesundheit aufbauen, die vorliegende Erkrankung und die Ursachen verstehen sowie den richtigen Umgang damit lernen, Schwachstellen kennen und vermeiden und die eigenen Stärken nutzen um mit der neuen Situation gut umzugehen. 

Die größten Hürden bei der Veränderung von Gewohnheiten: 

  • Unklarheit, womit ich anfangen soll

Es ist wichtig abzuwägen, welche Veränderung dringend ist und welche Veränderung machbar ist. Am besten ist eine kleine Veränderung, die man gut umsetzen kann. Mit dem Erfolg der ersten Veränderung kannmal sich motiviert an die nächste Veränderung machen.

  • Wissen, dass ich bisher oft nicht konsequent war

Um konsequent zu bleiben ist es notwendig, das richtige sinnvolle Ziel für sich formuliert zu haben und vor Augen zu behalten. Dadurch ist die Motivation größer und die Wahrscheinlichkeit durchzuhalten höher.

  • Sorge, dass ich nicht durchhalte

Was ist wenn ich das nicht schaffe? Rückschläge gehören zu einem Veränderungsprozess dazu. Ein Rückschlag heißt nicht, dass man es dann gleich bleiben lassen kann, weil es eh nichts bringt. Es ist eine Chance um zu analysieren, was noch nicht so gut läuft und an welcher Schraube noch gedreht werden sollte.

  • Vermeidung der bevorstehenden Veränderung

Wir Menschen haben noch aus Zeiten, in denen Nahrung knapp war einen inneren Energiesparer, der am liebsten dafür sorgt, dass wir so viel wie möglich im Autopiloten erledigen, das das effizienter ist und weniger Energie im Körper verbraucht. Der Energiesparer versucht Neues und damit auch Veränderungen zu vermeiden, weil das Energie kostet. Wir lieben also auf bestimmte Weise Bequemlichkeit.  Umgewöhnung dauert lange und ist mit Aufwand verbunden und deswegen versuchen wir instinktiv sie zu vermeiden, obwohl Nahrung ja so gar nicht knapp in unserer Gesellschaft ist und wir tendenziell eher zu viel davon zu uns nehmen.

Wenn wir schonmal wissen, dass alle Menschen per Werkseinstellung Veränderungen vermeiden möchten und es alles schwerfällt hilft schon etwas gnädiger mit sich zu sein. Wenn es anderen auch so schwer fällt, sie es aber trotzdem schaffen, gibt es scheinbar Methoden oder Möglichkeiten, die bei der Umsetzung helfen und wir können es lernen.

Was kann also helfen? 

  1. Die richtigen Ziele formulieren
  2. Die Hürde niedrig halten
  3. Die Motivation und den Energiesparer mit einzubeziehen 
  4. Selbstmitgefühl haben (Achtung ist nicht gleich Selbstmitleid!!)

Wenn du Unterstützung bei der Umsetzung deiner gesundheitlichen Ziele brauchst, bin ich gerne für dich da.

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